17 Personalmitglieder des Zivilschutzes mit B-FAST nach Bosnien-Herzegowina

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Eva Burm

 

Am Montag, dem 19. Mai 2014, morgens um 6 Uhr, wird in Peutie ein Lastwagen-Konvoi des Zivilschutzes nach Bosnien-Herzegowina aufbrechen. Die 17 Personalmitglieder des Zivilschutzes werden am Dienstagabend ankommen, um in Zusammenarbeit mit dem FÖD Volksgesundheit, dem Ministerium der Landesverteidigung und anderen internationalen Teams die lokalen Behörden bei ihrem Kampf gegen die Überschwemmungen zu unterstützen. Der FÖD Volksgesundheit entsendet fünf Personen und ein Wasseraufbereitungsmodul, um die Bevölkerung von Bosnien-Herzegowina mit Trinkwasser zu versorgen. Das Ministerium der Landesverteidigung stellt einen Verbindungsoffizier, einen Experten für Wasseraufbereitung und zwei Personen, die sich um die Telekommunikation vor Ort kümmern. Der FÖD Auswärtige Angelegenheiten koordiniert den B-FAST-Auftrag für Belgien. Das belgische diplomatische Büro in Sarajevo wird administrative Unterstützung leisten. Der Auftrag findet im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Union statt.

François Smets, Offizier der Einsatzeinheit des Zivilschutzes von Brasschaat und Leiter des B-FAST-Teams in Bosnien-Herzegowina: “Unser größte Sorge gilt den Menschen von Bosnien-Herzegowina. Wir gehen dorthin, um ihnen zu helfen. In kürzester Zeit haben wir die richtigen Leute und das nötige Material aufgetrieben, um auf alles vorbereitet zu sein. In Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden werden wir die Überschwemmungen bekämpfen und so viele Menschen wie möglich mit Trinkwasser zu versorgen.”

Modul "High Capacity Pumping" (HCP) des Zivilschutzes

Das nach Bosnien-Herzegowina geschickte Modul "High Capacity Pumping" des Zivilschutzes besteht aus vier Pumpen:

  • ein Kuyken-System, mit dem große Wassermengen (max. 26 000 Liter pro Minute) über eine große Entfernung (bis zu 2 km) gepumpt werden können,
  • eine Einheit elektrischer Tauchpumpen, die polyvalent an verschiedenen Orten eingesetzt werden können, mit einer Kapazität von 24 000 Litern pro Minute,
  • eine große Pumpe, die 10 000 Liter pro Minute über eine Entfernung von etwa 1 km pumpen kann,
  • eine Schlammpumpe, mit der das Personal des Zivilschutzes schlammhaltiges Wasser pumpen kann. Sie wird hauptsächlich nach Erdrutschen eingesetzt, bei denen eine große Menge Erde ins Wasser gelangt ist.

Bei der Auswahl dieser schweren und spezialisierten Ausrüstung wurden die Bedürfnisse der lokalen Behörden, die bestehende Infrastruktur in Bosnien-Herzegowina und die Anforderungen der Europäischen Kommission an HCP-Module in vollem Umfang berücksichtigt. Darüber hinaus ist dieses HCP-Modul autonom, d.h. es ist in Bezug auf Unterkunft, Nahrung, Wasser und Kraftstoff nicht von der lokalen Behörde abhängig. Als föderaler Rettungsdienst ist der Zivilschutz der einzige Rettungsdienst in Belgien, der bei Überschwemmungen in Belgien oder im Ausland diese Art von Großgeräten einsetzen kann.

Pressekontakt in Bezug auf den B-FAST-Auftrag in Bosnien-Herzegowina:

Herr Hendrik Van De Velde, Sprecher des FÖD Auswärtige Angelegenheiten - Handy: 0477403212

Weitere Infos:

Hendrik.VandeVelde@diplobel.fed.be